INTERAKTIVES VR-ERLEBNIS & AR-APP — UNITY 3D · HTC VIVE
Merck Performance Materials
Die Herausforderung
Merck Performance Materials benötigte eine interaktive Anwendung, um ihre fortschrittlichen Metamaterialien auf überzeugende und technisch präzise Weise zu präsentieren — und zu demonstrieren, wie Oberflächentechnologien der nächsten Generation das Erscheinungsbild und die Funktionalität eines Fahrzeugs verändern können.
Die Materialien selbst stellten extrem hohe visuelle Anforderungen: Fotorealistische Lackoberflächen mit präziser Flockensimulation, winkelabhängige Reflexionen und kantenbetonende Effekte mussten in Echtzeit innerhalb einer interaktiven Erfahrung überzeugend dargestellt werden. Um dieses Maß an Realismus in Unity 3D zu erreichen, waren Materialshader erforderlich, die mit bis zu 30 Nodes in einem nodebasierten Material-Editor aufgebaut wurden.
Unser Ansatz
Wir entwickelten ein futuristisches Konzeptfahrzeug als zentrales Showcase-Objekt, das das gesamte Spektrum der Metamaterial-Technologien von Merck abbildete:
Die Anwendung wurde in zwei Versionen realisiert.
VR-Anwendung — HTC Vive
Die primäre Erfahrung war eine vollständige VR-Anwendung für die HTC Vive, die bei internen Merck-Veranstaltungen präsentiert wurde. Nutzer konnten das Fahrzeug und alle Materialfunktionen in einer immersiven Umgebung mit zwei Interaktionsmethoden erkunden:
Nutzer konnten zwischen Tag- und Nachtumgebungen wechseln, Materialfunktionen individuell aktivieren und deaktivieren sowie Hintergrundinformationen zu jeder Technologie abrufen — alles innerhalb des VR-Raums. Jede Materialänderung wurde in Echtzeit auf das Fahrzeug angewendet.
AR-Anwendung — Tablet
Nach dem Erfolg der VR-Erfahrung wurde eine reduzierte AR-Version für die Tablet-Nutzung entwickelt. Über Marker-Tracking erschien das Fahrzeug in der realen Welt verankert — das Tablet fungierte als Fenster in einen erweiterten Raum, in dem das Fahrzeug in voller Größe auf dem Marker vor dem Nutzer stand.
Durch physische Bewegung um das Tablet herum entstand ein echter Parallax-Effekt, der das Fahrzeug räumlich präsent wirken ließ. Die Interaktion wurde für den AR-Kontext vereinfacht: Ein übersichtliches Menü ermöglichte die Auswahl der anzuzeigenden Materialfunktion oder Oberflächenschicht.
Das Ergebnis
Eine plattformübergreifende interaktive Präsentation, die Mercks Metamaterial-Portfolio auf eine Weise demonstriert, die keine statische Präsentation oder gedruckte Unterlage erreichen könnte — technisch präzise, fotorealistisch und für technisch wie nicht-technisch geprägte Zielgruppen sofort eindrucksvoll.
Dieses Projekt wurde unter strengen NDA-Bedingungen entwickelt und dient ausschließlich der internen Präsentation.